Sommer 2004
Schon seit letzter Woche bin ich hier im Sprachenzentrum, um mein zweiwöchiges Schulpraktikum zu absolvieren. Ich hatte mich dazu entschieden, weil ich mich sehr für Sprachen interessiere. Mittlerweile war ich schon in mehreren verschiedenen Deutschkursen, wobei ich es sehr interessant fand, es mal mitzubekommen, wie Deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird, auch wenn es für mich natürlich keine war. Auch in einem Spanischkurs war ich einmal gewesen, doch an dieser Stelle hat sich das ganze wieder ausgeglichen, denn hier habe ich nicht so sehr viel verstanden, da ich kein Spanisch in der Schule lerne. Doch dafür habe ich dann ein bisschen Schwedisch gelernt mit einem Buch aus der Bibliothek. Dort findet man wirklich Bücher zu jeder Sprache, das fand ich schon beeindruckend, allerdings habe ich mich am meisten für Schwedisch interessiert, weil ich dort auch in Urlaub war. Außerdem habe ich in der Bibliothek noch in englischsprachigen Magazinen und einer französischen Zeitung gelesen.
Was mir auch noch gut gefallen hat, war das Multimedialabor, in dem es viele Computer mit Sprachprogrammen gab. So konnte ich ganz leicht, ein bisschen Englisch und Französisch üben. In diesem Multimedialabor gibt es auch noch eine Leinwand, die dann gleich im folgenden Deutschkurs mit einem Video genutzt wurde. Außerdem habe ich dann noch die Einstufungstests getestet, wobei mir der deutsche natürlich nicht sehr schwer gefallen ist, beim englischen Test hatte ich schon nur noch die Hälfte der Punktzahl und den französischen habe ich zwar versucht, aber ihn zu korrigieren, hätte sich wohl wirklich nicht gelohnt. Da fehlen mir dann doch schon noch einige englische und französische Wörter.
An einem Tag war ich auch noch im Summerschool-Büro im dritten Stock. Doch der Weg dort hinauf hatte sich auch gelohnt, denn ich erfuhr in einem Gespräch mit Frau Schmitt einiges über das Summerschool-Programm und wie es abläuft. Das Programm hat mir echt imponiert, ich finde es wirklich gut, dass die amerikanischen Studenten hier an der TU Deutsch lernen können, gemeinsame Dinge unternehmen und in Gastfamilien untergebracht sind. Ich könnte mir vorstellen, so ein ähnliches Programm an einer amerikanischen Universität mitzumachen.
Am Montag habe ich noch bei einer Prüfung eines Deutschkurses Aufsicht geführt, das war auch einmal eine ganz schöne Erfahrung. Ansonsten fand zu der Zeit, zu der ich mein Praktikum hier verbracht habe, die schriftliche und mündliche DSH-Prüfung statt, somit gab es also auch im Sekretariat einiges zu tun. Also schrieb ich dort Zeugnisse oder Teilnahmebescheinigungen oder die DSH-Ergebnisse mussten auf den Bögen eingetragen werden. Während ich bei der schriftlichen DSH-Prüfung nur kurz dabei war, habe ich von der mündlichen Prüfung dann ziemlich viel mitbekommen. Das war wirklich interessant bei solch einer Prüfung dabei zu sein, aber auch anstrengend all den Prüflingen bei ihren Vorträgen zu den Texten zuzuhören.
Also insgesamt hat mir das Praktikum sehr gut gefallen, da es sehr viel Spaß macht den ausländischen Studenten im Sekretariat weiterzuhelfen und da die zwei Wochen wirklich abwechslungsreich waren. Außerdem fand ich es gut, dass ich neben der Arbeit selbst gleichzeitig auch noch ein bisschen Schwedisch lernen konnte. Am liebsten würde ich hier bleiben, aber leider ruft die Schule wieder…