Vorträge

Vorträge

Dr. Waldemar Martyniuk
Uniwersytet Jagielloński w Krakowie

Mediation als sprachliche Fertigkeit

Zwei Expertengruppen arbeiten gegenwärtig im Auftrag des Europarates in Strasbourg an einer ausfühlicheren Beschreibung von Mediation als einer sprachlichen Fertigkeit, die in dem gemeinsamen Referenzrahmen für Sprachen (GERS, Europarat 2001) zwar mehrfach erwähnt, aber bisher nur ansatzweise vorgestellt und diskutiert wurde. Die eine, geleitet von Daniel Coste und Marisa Cavalli, arbeitet an einem Konzept von Mediation als Fertigkeit, die für Bildung, Mobilität und Umgang mit dem Anderssein entscheidend ist. Ihre Auslegungen wurden bereits in einem Konzeptpapier unter dem Titel Education, Mobility, Otherness. The Mediation functions of Schools (Europarat 2015) zusammengefasst. Die zweite Gruppe, von Brian North und Enrica Piccardo geführt, versucht, Referenzkompetenzskalen für Mediation zu entwickeln und zu validieren. In meinem Vortrag fasse ich die Ergebnisse der bisherigen Arbeit beider Expertengruppen zusammen und lade zu einer Diskussion darüber ein. In dem praktischen Teil (Workshop) stelle ich einige der neuentwickelten Kompetenzskalen für Mediation vor und lade die Teilnehmer ein, zu versuchen, entsprechende Prüfungsaufgaben zu entwickeln.


Prof. Przymyslaw Gebal
Uniwersytet Jagielloński w Krakowie

Międzykulturowość na zajęciach języka polskiego jako obcego. Dydaktyka kultury – treningi międzykulturowe – działania mediacyjne

Nauczanie języka polskiego jako obcego i drugiego podlega ciągłym przemianom, podążając za zmieniającymi się standardami kształcenia językowego i kulturowego oraz nowymi technikami nauczania integrującymi założenia nauczania między- i transkulturowego ze zorientowanym konstruktywistycznie podejściem działaniowym i dydaktyką zadaniową. Uwzględnianie w programach kursów koncepcji podejścia międzykulturowego oznacza dla zajęć dydaktycznych konieczność większej integracji wiedzy i kompetencji kulturowych z podejmowaniem działań językowych w kontekście społecznym.W trakcie mojego wystąpienia przedstawię w sposób syntetyczny wybrane koncepcje zorientowanej międzykulturowo współczesnej glottodydaktyki polonistycznej.  Odpowiem na pytanie, w jaki sposób integrować treści kulturowe z językowymi, realizując otwarte formy nauczania i treningi międzykulturowe. Pokażę formy aktywności lekcyjnych wpisujące się w kulturowe koncepcje dydaktyczne o charakterze mediacyjnym. Omówię wyniki wybranych badań empirycznych z zakresu nauczania kultury polskiej w kontekście zajęć z języka polskiego jako obcego i drugiego.


Prof. Camilla Badstübner-Kizik
Adam-Mickiewicz-Universität Poznań

Erinnerung im Dialog

Im Vortrag wird ein Projekt zum didaktischen Potenzial von deutsch-polnischen Erinnerungsorten vorgestellt, das mit Studierenden der Universitäten Göttingen, Berlin (FU), Łódź und Poznań (AMU) in den Jahren 2014-2015 realisiert und das von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit gefördert wurde. Der abschließende Projektband erschien im Dezember 2016. Grundlage des Projekts war Band 3 („Parallelen“) der Publikationsreihe „Deutsch-polnische Erinnerungsorte“, die am Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin (CBH PAN) zwischen 2012 und 2016 unter der Leitung der Historiker Robert Traba und Hans Henning Hahn erarbeitet wurde und die auf Deutsch und auf Polnisch erschienen ist. Im Vortrag werden zunächst die Konzepte von kulturellem Gedächtnis und Erinnerungsorten präsentiert und ihre Bedeutung für sprach- und kulturdidaktische Kontexte gezeigt. Anschließend stehen der konkrete Projektverlauf sowie die Projektergebnisse im Mittelpunkt. Neben dem Projektband handelt es sich dabei um fünf Didaktisierungsvorschläge zu parallelen deutsch-polnischen Erinnerungsbeständen, die von Studierenden für Studierende erarbeitet wurden. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Chancen und die Schwierigkeiten eingegangen, die sich bei der Arbeit in mehrsprachigen Projektgruppen ergeben können. Den Abschluss des Beitrages bildet ein Ausblick auf die Möglichkeiten, wie mit Erinnerungsorten im Fremdsprachenunterricht gearbeitet werden kann.


Prof. Grit Mehlhorn
Universität Leipzig

Sprachmittlung aus der und in die Herkunftssprache Polnisch – ein Potenzial

Zweisprachige Kinder der Polonia übernehmen im Alltag häufig die Rolle des Sprachmittlers: sie dolmetschen z.B. für ihre polnischen Großeltern, wenn diese in Deutschland zu Besuch sind, aber auch für ihre Eltern bei Behörden und im schulischen Kontext.Sprachmittlungsaktivitäten beruhen auf der Verarbeitung und Interpretation verschiedener Texte. Dem GeR (2001: 26) zufolge ermöglichen mündliche und schriftliche Übersetzung, Umschreibung, Kürzung, Zusammenfassung und Fixierung die Nutzung von Originaltexten durch Personen, die sonst keinen unmittelbaren Zugang zu ihnen hätten. Aufgaben zur Sprachmittlung sind in Deutschland inzwischen obligatorischer Bestandteil der Abiturprüfungen in der Fremdsprache. Bei Sprachmittlungsaufgaben handelt es sich um Aktivitäten aus der Lebenswirklichkeit, in denen die Herkunftssprache im Sinne des aufgabenorientierten Ansatzes genutzt, die Verwendung formeller und informeller Register, von Fachwortschatz und kulturspezifischem Wortschatz geübt und reflektiert werden kann. Im Vortrag wird eine Sprachmittlungsaufgabe analysiert, die von polnischsprachigen Jugendlichen und ihren Eltern gelöst wurde. In dem dafür erstellten Bewertungsraster werden sowohl die gemittelten Informationseinheiten berücksichtigt als auch Kriterien wie Reaktionsvermögen, sprachliche Angemessenheit, Verständlichkeit und Adressatengerechtheit.