AG 3: Die Bedeutung von Frauen als Wegbereiterinnen der Moderne in Wissenschaft und Gesellschaft

Die Arbeitsgruppe widmet sich der Frage, welche Rolle Frauen in Wissenschaft und Gesellschaft gespielt haben und welchen Einfluss sie auf die Entwicklung unserer modernen Gesellschaften ausgeübt haben. Trotz zahlreicher bedeutender Leistungen wurden viele Beiträge lange Zeit marginalisiert und/ oder erst spät anerkannt.

Die Arbeitsgruppe möchte historische und aktuelle Dynamiken sichtbar machen und zugleich diskutieren, wie Frauen zur Gestaltung gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Transformationsprozesse beitragen. Im trinationalen Austausch zwischen Deutschland, Frankreich und Polen können unterschiedliche nationale Erinnerungskulturen, wissenschaftliche Traditionen und gesellschaftliche Entwicklungen miteinander verglichen werden.

Ein Fokus liegt dabei auf der Frage, wie Geschlechtergerechtigkeit, Sichtbarkeit und Teilhabe in Wissenschaft und Gesellschaft gestärkt werden können und welche Rolle Bildung, Wissenschaftskommunikation, Digitalisierung und kulturelle Praktiken dabei spielen können.

Die Teilnehmenden arbeiten in Kleingruppen an Teilfragen und entwickeln im gesamten Team eine Posterpräsentation, die die Teilergebnisse der Kleingruppen zu einem Gesamtbild zusammenführt und einen Ausblick auf die Zukunft gibt.

Mögliche Leitfragen:

1. Biografisch / historische Perspektive: Frauen, die Europa geprägt haben

  • Welche Frauen aus Deutschland, Frankreich oder Polen haben die Entwicklung von Wissenschaft, Politik, Kultur oder Gesellschaft maßgeblich beeinflusst?
  • Welche Hindernisse mussten sie überwinden, um ihre Arbeit sichtbar zu machen?
  • Wie werden diese Persönlichkeiten heute erinnert oder gewürdigt? Welche unterschiedlichen Sichtweisen bestehen in den drei Ländern?
  • Was können heutige Generationen aus ihren Lebenswegen lernen?

2. Strukturen und Chancen: Frauen in Wissenschaft und Gesellschaft

  • Welche strukturellen Barrieren bestehen für Frauen in Wissenschaft, Politik oder Kultur?
  • Wie unterscheiden sich diese Herausforderungen in Deutschland, Frankreich und Polen?
  • Welche Initiativen, Programme oder politischen Maßnahmen fördern Gleichstellung?
  • Welche Veränderungen sind in den letzten Jahrzehnten sichtbar geworden?

3. Frauen und gesellschaftlicher Wandel

  • In welchen gesellschaftlichen Bewegungen oder Reformprozessen spielten Frauen eine zentrale Rolle?
  • Welche Themen (z. B. Bildung, Demokratie, soziale Rechte, Umwelt) wurden besonders durch Frauen geprägt?
  • Wie haben Frauen zur Modernisierung europäischer Gesellschaften beigetragen?

4. Sichtbarkeit und Repräsentation

  • Wie werden Frauen in Medien, Wissenschaftskommunikation und öffentlicher Erinnerung dargestellt?
  • Welche Rolle spielen digitale Medien und soziale Netzwerke für die Sichtbarkeit weiblicher Stimmen?
  • Welche Strategien können dazu beitragen, weibliche Perspektiven stärker sichtbar zu machen?

5. Zukunftsperspektiven

  • Welche Rolle können Frauen heute bei der Gestaltung Europas spielen?
  • Wie können Hochschulen zur Förderung von Gleichstellung beitragen?
  • Welche Vision einer geschlechtergerechten europäischen Gesellschaft lässt sich entwickeln und welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung?

Posterpräsentation:

Am Ende des Kongresses präsentiert jede Gruppe ihre Ergebnisse in Form eines wissenschaftlichen Posters, das:

  • eine zentrale Fragestellung formuliert,
  • relevante Beispiele oder Fallstudien darstellt,
  • zentrale Argumente und Erkenntnisse zusammenfasst,
  • sowie mögliche Perspektiven für die Zukunft aufzeigt.

Die Poster werden anschließend im Rahmen einer Poster-Session diskutiert und gemeinsam mit anderen Teilnehmenden sowie eingeladenen Expert:innen reflektiert.