Die Wissenschaftskommunikation befindet sich im Spannungsfeld tiefgreifender digitaler Transformationen, die insbesondere durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz beschleunigt werden. Im europäischen Kontext treffen dabei technologische Innovationen auf spezifische normative Rahmenbedingungen, die von Transparenz, Datenschutz und gesellschaftlicher Verantwortung geprägt sind.
Diese Entwicklungen werfen grundlegende Fragen nach den Chancen, Grenzen und Auswirkungen KI-gestützter Kommunikationsformen auf wissenschaftliche Öffentlichkeit und Vertrauen in Expertise auf.
Die Teilnehmenden arbeiten in Kleingruppen an Teilfragen und entwickeln im gesamten Team eine Posterpräsentation, die die Teilergebnisse der Kleingruppen zu einem Gesamtbild zusammenführt und einen Ausblick auf die Zukunft gibt.
Mögliche Leitfragen:
1. Transformation von Wissenschaftskommunikation durch KI
- Wie verändert Künstliche Intelligenz die Produktion, Aufbereitung und Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Europa?
- Welche neuen Möglichkeiten eröffnet KI für eine zugänglichere, inklusivere und mehrsprachige Wissenschaftskommunikation?
- Inwiefern kann KI dazu beitragen, komplexe wissenschaftliche Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen verständlich zu machen – und wo liegen ihre Grenzen?
2. Rollenwandel von Wissenschaft und Expertise
- Wie beeinflussen KI-gestützte Systeme die Rolle von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als Vermittler von Wissen?
- In welchem Verhältnis stehen automatisierte Inhalte und menschliche Expertise in der öffentlichen Kommunikation von Wissenschaft?
- Welche Auswirkungen hat KI auf Vertrauen in wissenschaftliche Institutionen und Expertise?
3. Risiken, Ethik und Verantwortung
- Welche Risiken entstehen durch den Einsatz von KI in der Wissenschaftskommunikation, etwa im Hinblick auf Desinformation, Verzerrung oder Vertrauensverlust?
- Welche ethischen Standards sollten für den Einsatz von KI in der Wissenschaftskommunikation gelten?
- Wie können wissenschaftliche Einrichtungen KI strategisch nutzen, ohne ihre Glaubwürdigkeit zu gefährden?
4. Europäische Governance, Werte und Regulierung
- Welche Bedeutung hat der europäische Regulierungsrahmen (z. B. Datenschutz, KI-Governance) für die Entwicklung und Nutzung entsprechender Technologien?
- Inwiefern unterscheidet sich der europäische Ansatz im Umgang mit KI von anderen globalen Akteuren?
- Welche Rolle spielen europäische Werte wie Transparenz, Datenschutz und Verantwortung bei der Gestaltung KI-gestützter Kommunikation?
5. Öffentlichkeit, Kooperation und Zukunftsperspektiven
- Wie verändert KI die Dynamiken von Öffentlichkeit, Medien und Wissenschaft im digitalen Raum?
- Welche Best Practices lassen sich bereits in europäischen Ländern beobachten?
- Wie können Kooperationen zwischen Wissenschaft, Medien, Politik und Technologieentwicklung gestärkt werden?
- Welche zukünftigen Szenarien zeichnen sich für die Wissenschaftskommunikation im Zusammenspiel mit KI ab?
Posterpräsentation:
Am Ende des Kongresses präsentiert jede Gruppe ihre Ergebnisse in Form eines wissenschaftlichen Posters, das:
- eine zentrale Fragestellung formuliert,
- relevante Beispiele oder Fallstudien darstellt,
- zentrale Argumente und Erkenntnisse zusammenfasst,
- sowie mögliche Perspektiven für die Zukunft aufzeigt.
Die Poster werden anschließend im Rahmen einer Poster-Session diskutiert und gemeinsam mit anderen Teilnehmenden sowie eingeladenen Expert:innen reflektiert.